Die Gefahren des Dopings

Doping mit Tabletten Der Begriff Doping beschreibt die Einnahme von illegalen Mitteln um eine erhöhte Leistungssteigerung zu erzielen. Ein Sportler verschafft sich durch das Doping einen unerlaubten Vorteil gegenüber seiner Mitstreiter, weshalb bei sportlichen Wettbewerben regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden. Zusätzlich fallen einige Substanzen, die als Dopingmittel zählen auch unter das Betäubungsmittelgesetz und der Besitz, Kauf- und Verkauf bzw. die Einnahme kann selbstverständlich strafrechtlich geahndet werden. Doch das Spektrum ist sehr breit gefächert, denn von Bluttransfusionen über Sterioden und Hormonen bis hin zu schweren pharmazeutischen Substanzen wird alles unter dem Oberbegriff Doping gestellt. Vor allem beim Bodybuilding ist die Szene verschrien ohne illegale Substanzen nicht funktionieren zu können. Während in anderen Sportarten ein paar Prozent der Athleten positive Dopingtests aufweisen, liegt die Zahl bei Bodybuildern bei fast einem Drittel. Viele Substanzen können zudem gar nicht nachgewiesen werden und der Wettlauf zwischen besseren Tests und neuen Methoden den Drogenmissbrauch zu vertuschen nimmt kein Ende.

Bei vielen Wettkämpfen wird sogar teilweise auf die Kontrolle auf verschiedene anabole Steriode verzichtet und lediglich auf die gefährlichsten Stoffe geprüft, weil es oftmals offensichtlich ist, dass nahezu das gesamte Teilnehmerfeld in irgendeiner Form Doping betrieben hat. Doch die größte Gefahr, neben möglichen strafrechtlichen Folgen, oder Wettkampfsperren, wenn man im Profisport tätig ist, liegt in der eigenen Gesundheit. Viele Dopingsünder sind sich über die Gefahren und Auswirkungen bei der Einnahme von Sterioden und Hormonen nicht bewusst. Neben häufiger Impotenz und zahlreicher körperlichen Beschwerden und Organschädigung kann der Drogenmissbrauch auch zum Tod führen. Doch an diese Folgen denken nur wenige, wenn sie diese Mittel einnehmen, denn nur der sprichwörtlich schnellste Weg zum Ruhm zählt. Die Gefahr für Einsteiger ist ebenso hoch, in den Sumpf des Dopings abzugleiten, weil man durch sein normales Training Illusionen vom perfekten Körper in 3 Wochen nicht erreicht hat.
Viele Negativbeispiele zeigen jedoch, dass Dopen in vielen Fällen auch zum Tode führen kann. Schließlich sind diese Substanzen wie sie für den „künstlichen“ Muskelaufbau verwendet werden oftmals starke rezeptpflichtige Arzneimittel und Medikamente, welche aufgrund ihrer unberechenbaren Nebenwirkungen in vielen Ländern verboten sind. Einige berühmte Bodybuilder sind durch intensives Doping in Folge von Organversagen qualvoll verstorben.

Ein weiterer Punkt, der vor allem für Bodybuilder zutrifft ist die Leichtigkeit an solche Dopingmittel zu gelangen. Dokumentationen und Reportagen haben in vielen Fällen ergeben, dass man sich binnen weniger Stunden sogar als Neuling in Bereiche begeben kann, wo solche Drogen einfach zu erwerben sind. Das Wechseln einiger weniger Worte mit aufgepumpten Bodybuildern in Fitnesscentern reicht dazu oftmals aus. Zusätzlich bietet das Internet eine grenzenlose Plattform für den Vertrieb in alle Welt. Es gibt sogar „Anabolikashops“, die alle Arten von Substanzen anbieten und für jedermann zugänglich sind. In renomierten Bodybuilder Foren existieren sogar frequent besuchte Forenbereiche für Doping-Kuren. Schlussendlich erhöht sich das Gefahrenpotenzial dadurch, dass man nie wirklich weiß welches Mittel man zu sich nimmt. Vor allem bei dubiosen Verkäufern können Dopingmittel mit allerlei Zusätzen gestreckt worden sein. Der beste Rat, den man einem Sportler geben kann ist jener, die Finger von illegalen Drogen zu lassen, denn die Fleischberge die an der Spitze des Bodybuildingsports stehen nehmen zu 100% gesundheitsgefährdende Mittel ein, die wie die Vergangenheit gezeigt hat schnell auch zum Tod führen können.

Auch im Profi-Bundesliga-Fußball kommt es mittlerweile immer öfter zu Doping-Mißbrauch. Der beim VfB Stuttgart spielende Jens Lehmann gab gegenüber einem Spiegel Bericht bekannt, dass er in seinen ersten Jahren bei Schalke 04 Spieler kannte, die sich mit dem Aufputschmittel Captagon versorgten.