Der Wettkampf – Regeln und Vorgaben

Boxhandschuhe Wenn man sich und seinen Körper einige Jahre dem Bodybuilding Sport gewidmet hat, wird sicherlich bei einigen Athleten der Wunsch deutlich, diese Sportart auch im Wettkampfbereich auszuüben. Doch wo fängt man an, wie gestaltet sich der Ablauf, welche Voraussetzungen muss man mitbringen und was ist verboten?
Wie in nahezu allen anerkannten Sportarten existiert in den meisten Ländern auch ein Verband der Bodybuilder und es besteht die Chance sowohl national als auch international tätig zu sein. Die Möglichkeiten sind im Bodybuilding recht groß und es gibt für zahllose verschiedene Klassen eigene Bewerbe und Gruppen. Grundsätzlich wird in Gewichtsklasse und Größe unterteilt, wobei als Erweiterung zwischen Frauen, Jugendlichen, Senioren unterschieden wird. Grundsätzlich existieren Leicht-, Mittel- und Schwergewicht mit einigen zusätzlichen Gewichtsklassen wie Bantamgewicht (sehr leicht) oder Leichtschwergewicht, welche zwischen der Mittel- und Schwergewichtsklasse liegt.

Überprüft wird das Körpergewicht der Teilnehmer zu einer von den Organisatoren festgelegten Zeit. Diese Einteilung ist für den Wettkampf dann bindend und es kann nur einmal vor einem Wettkampf gewogen werden. Als Hilfsmaterial ist es üblich, den Veranstaltern seine persönliche musikalische Untermalung auf Kassette oder einem anderen zugelassenen Medium aushändigen zu lassen. Diese Musik wird dann während seines Einzelauftrittes im Hintergrund abgespielt. Als Kleidung wird bei Herren generell ein kurzes einfärbiges und glattes Höschen und bei Frauen ein sogenannter Posingbikini verwendet. Es gibt weiters eine Regel, die die Mindestgröße der Textilien beschreibt, um dem Anstand gerecht zu werden.
Tattoos, sofern sie nicht abgedeckt werden können sind ebenso untersagt wie Schmuck jeglicher Art. Damit die Haare die Muskeln vor allem um die Schultern und den Rücken nicht verdecken, sind einfache Haarbänder zugelassen. Zu diesen grundlegenden Regeln gibt es noch eine Vielzahl an Zusätzlichen, die jeden Bereich des Wettkampfes und der Vorbereitung zum Wettkampf zur Gänze abdecken. Kann man die grundvoraussetzungen nicht Erfüllen, da man zum Beispiel ein großes Tattoo auf der Schulter hat, das man nicht verdecken kann, wird man für das jeweilige Turnier nicht zugelassen.

Natürlich existieren auch verschiedene Regeln und Verbote um Doping zu verhindern. Eine Missachtung der Regeln und somit ein Verstoß gegen das „Fair play“ bei Wettkämpfen kann verheerende Folgen für den Athleten mit sich bringen. Es können zwar nicht alle illegalen Hilfsmittel ermittelt werden, jedoch werden im Bereich des Möglichen regelmäßige Tests auf bestimmte Drogen und Dopingmethoden gemacht. Im Falle einer Überführung kann eine Geldstrafe die Folge sein. Aber auch temporäre und sogar permanente Sperren auf Lebenszeit sind möglich. Das Strafausmaß richtet sich je nach Stärke des Vergehens. Selbiges gilt für Trainer, Masseure und sonstige Mitglieder des Betreuerstabs bei Mitwissenschaft.
Da sich die Bodybuildingszene mit massivem Drogenmissbrauch nach außenhin geschadet hat, existieren mittlerweile sogar einige sogenannte „Natural Bodybuilding Contests“, was einfach übersetzt „natürlich geformte Körper Wettkämpfe“ bedeutet. Bei ihnen zählt nicht die Dicke des Muskels und welcher Bodybuilder einem ausgewachsenem Bären am nächsten kommt, sondern ausschließlich die Natürlichkeit des Körpers der Teilnehmer. Der Aufbau von Muskelmasse stößt nämlich natürlicherweise auf gewisse Grenzen, die ohne pharmazeutische Hilfsmittel nicht überschritten werden können. Diese natural Bodybuilding Contests bieten eine gute Möglichkeit, um auch im natürlichen Bodybuildingbereich wettbewerbsfähig zu sein.
Im zweiten Abschnitt dieses Kapitels beschäftigen wir uns mit dem allgemeinen Wettkampfablauf.

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